Mittwoch, 12. Februar 2014

Tutorial: Badezusätze selbst gemacht - Welche Arbeitsmaterialien braucht man?

Im letzten Post hatte ich euch bereits die Zutaten für die Herstellung von selbst gemachten Badezusätzen vorgestellt. Aber nur mit den Zutaten kommt ihr nicht weit. Deshalb möchte ich euch nun die Arbeitsmaterialien nennen, die ihr unbedingt braucht bzw. die euch die Arbeit erleichtern. Einen großen Teil davon hat sicher bereits jeder zu Hause.

  • Formen zum Gießen von Badepralinen/-konfekt und/oder zum Pressen von Badebomben
    Zum Gießen nehme ich Pralinenformen und Muffinformen aus Silikon. Idealerweise hat man gleich mehrere zu Hause, damit man nicht immer warten muss, bis die Badepralinen bzw. das Badekonfekt oder die Bodyscrubs fest geworden sind und aus der Form gelöst werden.
    Wenn ihr Parfümöle verwendet, solltet ihr die Pralinen- und Maffinformen hinterher nicht mehr zum Backen verwenden. Leider nimmt das Silikon doch den Geruch und den Geschmack von den Parfümölen an. Das ist dann nicht mehr wirklich lecker.
    Für meine Badebomben nehme ich halbierbare Acrylkugeln aus dem Bastelbedarf mit einem Durchmesser von 5 cm. Eine Badekugel wiegt dann rund 75 - 80 Gramm. Aber auch kleine oder größere Halbkugeln gehen. Ihr könnt aber auch andere Formen als Kugeln verwenden. Die Acrylformen gibt es als Herzen, Sterne, Eier, etc. Dann könnte sich das Herauslösen aus der Form etwas schwierig gestalten.
    Alternativ können auch zwei kleine halbrunde Dessertschalen verwendet werden. 
  • Haarsieb
    Das Sieb braucht ihr, um die pulverförmigen Zutaten noch einmal zu sieben, damit keine Klümpchen in euren Badezusätzen entstehen. Besonders das SLSA neigt zur Klumpenbildung und muss vor der Verwendung unbedingt gesiebt werden. Dabei bitte unbedingt einen Mundschutz verwenden!
    Wenn ihr das Sieb nach Gebrauch gründlich abwascht, könnt ihr es auch weiterhin in der Küche zum Kochen und Backen verwenden.
  • Küchenwaage und Gefäß zum Abwiegen 
    Wozu ihr eine Waage braucht, sollte eigentlich klar sein. Bei größeren Mengen reicht zum  Abwiegen der Zutaten eine ganz normale Küchenwage. Diese ist dafür genau genug. Solltet ihr aber kleinere Mengen herstellen wollen, z.B. nur eine Badebombe, solltet ihr euch eine Feinwaage mit 0,1 oder 0,01 Schritten zulegen. Achtet beim Kauf aber bitte darauf, dass Höchstgewicht hoch genug ist. Eine Feinwaage mit einem Höchstgewicht von 100 Gramm nützt euch nichts, wenn das Gefäß zum Abwiegen (ich wiege direkt im Becherglas zum Schmelzen bzw. im Mischgefäß ab) bereits 100 Gramm wiegt und ihr somit nichts mehr zu wiegen könnt. Nein, erst das Gefäß aufstellen und dann die Waage auf Null setzen, funktioniert nicht. 100 Gramm sind 100 Gramm, ob die nun angezeigt werden oder nicht, ist in dem Fall egal.
  • Rührstab/Rührlöffel und/oder Gabel
    Am Anfang hatte ich mir Glasrührstäbe und Spatel aus dem Laborbedarf bestellt. Allerdings nehme ich inzwischen zum Mischen nur noch eine normale Gabel und einen Löffel. Den Spatel brauche ich nur noch, um die Rohmasse in den Formen nach dem Gießen glatt zu streichen. Aber auch da tut es die Rückseite ein ganz normalen Messers, ein Teigschaber oder ähnliches.  
  • Schüssel oder ähnliches zum Mischen
    Das Mischgefäß sollte so groß sein, dass alle Zutaten gut reinpassen und ihr sie ohne große Sauerei darin mischen könnt. Verwenden könnt ihr dafür jedes Glas-, Porzellan-, Metall- oder Plastikgefäß entsprechender Größe. Bei Plastik solltet ihr nur aufpassen, wenn ihr mit Farb- und Duftstoffen arbeitet.
    Ich nehme für meine Badebomben eine große Salatschüssel aus Porzellan und für Badepralienen, Badekonfekt und Bodyscrubs ein Becherglas mit Ausguss mit 1 Liter Inhalt. So kann ich die flüssige Masse direkt in die Formen gießen.
  • Topf und Schüssel/kleiner Topf für Wasserbad
    Die festen Fette und Buttern schmelzt ihr am einfachsten im Wasserbad auf dem Herd. Passt nur dabei darauf auf, dass kein Wasser in den Schmelztopf gelangt und die Fette nicht zu heiß werden. Das Wasser muss nicht kochen, sondern sollte eine Temperatur zwischen 40 °C und 50 °C haben.
    Manchmal verwende ich anstelle eines Wasserbads auch gleich ein Becherglas aus Borosilikatglas. Das kann direkt auf die heiße Herdplatte gestellt werden. Dabei sollte aber die kleinste Stufe gewählt werden, damit die Fette nicht zu heiß werden.

Das war es erst einmal wieder von mir. Eine bebilderte Anleitung schreibe ich für euch, sobald ich das nächste Mal etwas herstelle. Momentan ist aber noch genug aus der letzten Großproduktion vor Weihnachten übrig, so dass es eine Weile dauern kann, bis es soweit ist.
Für Ungeduldige werde ich aber nach und nach noch ein paar meiner Badezusätze vorstellen und dort auch wieder das Rezept und eine Kurzanleitung angeben.

マリ (Mari)

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