Freitag, 2. April 2010

Wir sind drin!

Als letztes hatte ich mich ja aus Dubai gemeldet. Unser Aufenthalt dort war zwar etwas lang für meinen Geschmack. Die Hälfte der vier Stunden hätte auch voll und ganz gereicht, aber was will man machen. So haben wir dann eben die Zeit mit mehr oder weniger sinnvollen Dingen totgeschlagen: Eis essen, euch mit nem Blogeintrag nerven und dumm rumsitzen.

03.10 Uhr gings dann am 01.04. endlich weiter. Zumindest sollte es das. So ganz pünktlich sind wir nämlich nicht gestartet. Hat aber nichts gemacht. Dank ordentlich Rückenwind waren wir nach nicht ganz neun Stunden überpünktlich in Osaka. Den Flug hab ich zum größten Teil schlafend verbracht. War ja auch Nachtruhe angesagt: Bei Emirates so ganz stylisch mit Sternenhimmel und anschließendem Sonnenaufgang im Flugzeug. Vielleicht ist es dieser kleinen technischen Spielerei auch zu verdanken, dass ich nicht unter Jetlag leide.
Kurz nach 17.00 Uhr sind wir dann also in Osaka mitten im Meer – nicht wörtlich nehmen, aber der Flughafen ist auf einer künstlichen Insel mitten in der Bucht von Osaka – gelandet. Kaum aus dem Flugzeug raus und noch vor der Einreisekontrolle musste ich gleich erstmal checken, ob mein Handy auch wirklich funktioniert. Tat es Dank UMTS und von SoftBank hab ich auch gleich eine Nachricht wegen Vodafone-Reiseversprechen ... bekommen. Mehr kann man nicht haben wollen. Wenigstens eine Verbindung, die ohne Probleme klappt. Das Internet hier ist gerade beim Schreiben wieder ausgestiegen. Eingeschränkte Konnektivität... Irgendwie hat das was gegen mich. *grml*  Wenn ihr diesen Eintrag und auch noch viele weitere lesen könnt, haben wir doch noch irgendwie einen Weg gefunden, euch auf dem Laufenden zu halten.
Nach der Passkontrolle – mit Foto und Fingerabdruckscannen – waren wir dann drin, in Japan! Juchhu!!! Und unser Gepäck hatte inzwischen auch schon jemand ganz nett vom Band genommen und uns hingestellt. Brauchten wir uns also nicht damit abquälen und konnten uns ganz in Ruhe mit der nächsten Etappe auseinandersetzen: Der Zugfahrt nach Kyoto! Vorher hab ich allerdings noch Takuya angerufen. Er hat sich so gefreut! Und morgen treffen wir uns dann endlich mit ihm... Aber ich will nicht schon wieder vorweggreifen.
Also wieder zurück zur Zugfahrt... Zum Glück war das leichter als gedacht und am Ticketautomaten war das Ticketkaufen auch ganz einfach und zur Erleichterung auch auf Englisch möglich. Nach ein paar Mal Rümdrücken auf dem Touchscreen und Geldreinstecken hatten wir dann auch unsere Tickets für den HARUKA LIMITED EXPRESS in der Hand, der praktischerweise auch ne Viertelstunde später gefahren ist, und der Automat hat sich ganz artig bei uns bedankt. Der spricht wie so ziemlich alle Geräte hier in Japan: Fahrkartenautomaten, Geldautomaten, Autos beim Rückwärtsfahren.... Vorm Einsteigen hatten wir dann noch ein paar Probleme, die japanischen Bahnhofsanzeigen richtig zu deuten, aber nachdem wir uns einig waren – und auch den englisch angezeigten Text gelesen haben – sind wir dann eingestiegen und nach ner reichlichen Stunde waren wir bestimmt auf die Sekunde pünktlich in Kyoto. Von da war es nicht mehr weit bis zum Hotel. Das war wirklich wie versprochen nur ne Minute vom Bahnhof entfernt. Auf dem Weg dorthin haben wir dann gleich noch ein paar Eigenheiten in Japan entdeckt. Die Rolltreppen reden mit dir und ermahnen dich zur Vorsicht und weisend ich darauf hin, dass du dich doch auch bitte am Handlauf festhältst, Fußgängerampeln sind extrem laut, machen kuckkuck und zwitschern und an den Abgänge zur Metro ertönt alle paar Sekunden ein Gong. Warum, weiß ich allerdings noch nicht. Jedenfalls ist alles ganz schön laut und man ist ständig von einer Geräuschkulisse umgeben, die man in Deutschland so nicht hat. Dafür sind die Autos aber auch leiser als bei uns; es sei denn, der Rückwärtsgang ist eingelegt.
Nach ein paar Metern, aber mächtig langen Armen – die Koffer waren nach der langen Reise verdammt schwer – sind wir dann endlich in unserer ersten Unterkunft angekommen. Richtig süßer, kleiner, aber hoher Ryokan! Kann ich nur empfehlen. Unheimlich nettes Personal, aber das ist anscheinend in Japan üblich, und ich brauchte nicht mal meinen Namen nennen, sondern hab gerade mal sagen können: „I have reservated a room for two...“ da wusste der gute Mann and er Rezeption schon bescheid und hatte gleich meinen Namen parat. Schnell einchecken, kurze Unterhaltung in gebrochenem Englisch, aber mit viel gutem Willen, und Händen und Füßen und wir wurden aufs Zimmer gebracht. Das war zwar recht klein, aber vollkommen ausreichend und richtig japanisch eingerichtet mit Tatami und Futon zum Schlafen.
Aber bevor wir uns ins Bett verkrochen haben, sind wir noch auf die Suche nach was zu futtern gegangen. Am Bahnhof und bei vielen Restaurants haben wir aufgegeben: Keine englische Speisekarte und die ausgestellten Gerichte waren nicht eindeutig zu identifizieren. Nach kurzer Suche haben wir uns dann in einen Conbini gewagt. Allerdings war der Anlauf war zwar nicht so erfolgreich. Irgendwie gabs bei Lawson nichts, was uns wirklich angesprochen hatte. Dafür war der zweite Versuch bei 7 Eleven um so erfolgreicher. Wir haben für wenig Geld – rund 400 Yen – hatten wir richtig leckere Sachen bekommen, die Angestellten auch gleich in der Mikrowelle erhitzt haben, nachdem sie uns auf Japanisch und mit Händen und Füßen gefragt haben, ob sie so freundlich sein dürfen und uns das Essen erwärmen dürfen. Hallo Deutschland? Merkst du was? Das nennt man Service! Wir wollten den Conbini dann auch gleich entführen... Mit warmen Essen dann schnell zurück ins Hotel und erstmal futtern. Es war wirklich richtig lecker, was wir uns da ausgesucht haben und wir hinterher total satt.
Und somit war unser mehr oder weniger erster Tag in Japan zu ende. Schnell noch Duschen und dann war Schicht im Schacht. Wir sind nämlich netterweise für den nächsten Tag für 08.00 Uhr zum Frühstück gebeten worden. Alternativ hatten wir noch 07.00 Uhr und 07.30 Uhr zur Auswahl...

Mehr gibts dann im nächsten Post, wenn mich das Internet lässt.

Elisabeth aka Mari

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