Dienstag, 20. April 2010

Was macht man bei Regen in Tokyo?

Tja, was macht man bei Mistwetter in dieser Megastadt? Eigentlich eine ganz einfache Antwort: Shoppen. Leider und da es hier viel zu viele tolle Sachen in ganz vielen noch tolleren Shops gibt, wird das leider auch ein sehr teueres Unterfangen; auch wenn die Preise im Gegensatz zu Deutschland sehr human sind. Mehr dazu später. Immerhin hat der Tag mit noch gerade so annehmbarem Wetter angefangen.

Nachdem wir in einem netten Café im Bahnhof von Ikebukuro lecker gefrühstückt haben - werden wir morgen sicher wieder so machen - haben wir uns in die recht leere Yamanote gesetzt und sind wieder nach Hamamatsu-cho gefahren, um von dort zum Zojo-ji zu laufen, der am Fuße des Tokyo Tower steht. Der Kontrast zwischen alt und neu ist an dieser Stelle noch einiges größer als in den meisten anderen Teilen der Stadt. Zum Einem die moderne Stahlkonstruktion in Rot und Weiß des Sendeturms und zum Anderem die Holzgebäude und der Friedhof des Tempels.



Anschließend sind wir dann wieder zum Bahnhof zurückgelaufen und nach Akihabara zu fahren, aber nicht, um uns dort in das nächstbeste Elektronikkaufhaus oder gar Maid Café zu stürzen, sondern nur, um dort in die Sobu-Linie umzusteigen, um nach Yoyogi zu fahren. Wie Alca ja schon in ihrem Eintrag erwähnt hatte, war der ganze Zug voll mit Kaffeewerbung, bei der Gackt eine sehr große Rolle gespielt hat. Ich hör zwar ab und an seine Musik, aber mit dem Typ kann ich nicht wirklich was anfangen. Viel zu sehr Kunstfigur... Ich wusste also gar nicht, wo ich hinsehen sollte, um ihm zu entgehen. *schüttel* Zum Glück war die Fahrt nicht sehr lang und im Zug der Sobu-Linie wurde ich von derartiger Werbung verschont.
Ehe wir in Yoyogi ankamen, haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt, um wenigstens mal einen Blick auf die Stätte, an der X Japan schon so oft gespielt hat, zu werfen: Dem Tokyo Dome. Ziemlich mächtiges Baseballstadion und die Kuppel erst... Aber ist ja auch kein Wunder, immerhin hat das Spielfeld eine Diagonale von 122 m! 
Nachdem wir dann den Tokyo Dome einmal umrundet und dabeifestgestellt haben, wie vorzeitig Anstehen auf gesittet japanische Art geht - da stehen keine ewiglangen Schlangen von irgendwelchen Kreischies schon tagelang vor einem Konzert what ever und zicken rum, sondern es werden fein säuberlich irgendwelche Decken, Zeitungen oder sonstige Dinge mit Klebestreifen als Platzhalter angebracht, mit dem Datum der Veranstaltung beschriftet und dann wieder nach Hause gegangen und das alles unter Kontrolle und Zuweisung der Ordnungskräft. Aber wir haben in Osaka vor der Osaka-jo Hall lange Warteschlangen von Teenagern gesehen, die sich schon recht früh am Tag ihre Plätze für das Konzert, das dort am Abend stattfinden sollte, gesichert haben. Dennoch war das absolut kein Vergleich zu Deutschland, denn es ging auch dort absolut gesittet und ohne Zoff zu. Daran können sich in Deutschland sehr viele mal ein Beispiel nehmen.
Bevor wir wieder in die Sobu-Linie gestiegen und nach Yoyogi weiter gefahren sind, um von dort weiter nach Harajuku zu fahren, haben wir schnell noch eine Kleinigkeit gegessen - alles andere als japanisch, denn es gab Crepes und Hotdog - und etwas ganz lustiges ausprobiert: Purikura! Das macht richtig Spaß und es kommen total lustige Bildchen raus. Nach dem dritten Versuch haben wir dann auch wirklich herausgefunden, wie die Automaten funktionieren und man vor dem Ausdrucken die Bildchen noch verschönern kann. Morgen machen wir sicher nochmal welche und wir werden sie dann alle in Deutschland einscannen, damit ihr sie euch auch mal ansehen könnt.
Leider hatte es in der Zwischenzeit zu nieseln angefangen, so dass unser Shoppingausflug in Harajuku buchstäblich ins Wasser gefallen, aber nicht ausgefallen ist. Eigentlich hatte ich mir dort in der Takeshita-dori nur noch eine Sweatjacke bei Richards kaufen wollen, weil ich mich bei unserem ersten Besuch nicht wirklich dazu hatte durchringen können, am Ende war es dann die Jacke, die die Nacht extra für mich angefertigt wird, so dass ich sie morgen abholen kann, weil ich sie unbedingt mit pinkem Print haben wollte und sie nur in Violett da war *.* (das müsste mal in Deutschland passieren) und ein ganz schickes Oberteil mit rotem Print. In anderen Shops gabs dann ein Hide-X Japan-Shirt, Buttons, Handyanhänger... Lauter tolle Sachen, ich hätte sie am liebsten alle mitgenommen und bei Richards bei der ganzen Kollektion zugeschlagen. Leider nur etwas sehr teuer, wobei das auch eigentlich nicht so ganz stimmt, wenn man bedenkt, dass das alles Handarbeit ist.
Schwer bepackt, dafür aber mit einem deutlich erleichtertem Geldbeutel gings dann zurück ins Hotel. Dort haben wir und schnell etwas frisch gemacht und ich gleich mein neues Oberteil angezogen, ehe wir zum Essen gegangen sind. Allerdings war das eher eine zweite Shoppingtour, aber bis auf das Paar Schuhe, dass sich Alca noch geleistet hat, sind wir standhaft geblieben, obwohl wir ein ganz tolles Geschäft in Ikebukuro entdeckt haben. 
Zum Essen gings dann wieder in eine Izakaya, in der dieses Mal absolut keiner Englisch gesprochen hat. Auf mein "No fish" hab ich nur einen verständnislosen Blick und ein entschuldigendes Kopfschütteln erhalten. Dennoch mussten wir nicht hungern, da die Speisekarte reich bebildert war. Das Essen war zudem auch wieder sehr, sehr lecker, vor allem die Gyoza. Yummie...

Das war also unser heutiger Tag. Leider gibt es so gut wie keine Bilder davon und wenn morgen das Wetter nicht besser wird, wird das wohl auch so weiter gehen. Wir wollten uns zwar noch den Östlichen Kaiserlichen Garten ansehen, aber bei Regen macht das nicht wirklich Spaß. Vielleicht schaffen wir es am Abend nach dem Kofferpacken noch nach Shinjuku auf das Tocho und nach Kabukicho. Immerhin ist das dann unser letzter offizieller Abend in Japan. Auf jeden Fall unser vorerst letzter Abend Tokyo.
 Elisabeth aka Mari

PS: Während ich den Eintrag gerade schreibe, gucken wir uns gerade im Fernsehen nebenbei ein Deutschlektion an, in der es um "Wohnungssuche in Berlin" geht. Sehr lustig.
PPS: Alca geht Karyu nicht mehr aus dem Kopf und bei mir ist es dat knuffige Hizumi mit Hut und Brille. Einfach sooooooooo niedlich!!!

Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei,

    hab ich doch gesagt: Tokyo ist auch nur ein größeres Dorf....
    Schuhe hab ich mir auch gekauft, aber keine in XXL,sondern in Gr. 43! Und "stylish" sind meine sowieso !!!

    Alle guten Wünsche aus der nicht mehr ganz so Aschegeplagten Heimat.

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  2. oh gott also ich würd ja im zug spontan erblinden *feix*
    aua nich hauen alca...nein aua...hab dich lieb *rofl*

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