Dienstag, 6. April 2010

...sehr, sehr groß!

Kyoto ist wirklich schon ne Wucht! Heute haben Alca und ich uns den Rest von Higashiyama vorgenommen; genauer gesagt, den nördlichen Teil. Dabei sind wir sicher wieder genauso viel wie gestern gelaufen und entsprechend jammern unsere Füße auch.

Trotz des Programms haben wir den heutigen Tag etwas ruhiger angehen lassen. Gegen acht sind wir aufgestanden, haben gemütlich gefrühstückt und uns fertig gemacht. Dann sind wir zur JR-Stadion Tambaguchi gelaufen, weil wir eben noch Sonnencreme dort kaufen wollten. Mit dem Zug gings dann weiter zum Kyotoer Hauptbahnhof, Karten bei der Post abgeben und Geld holen. *grml* Irgendwie löst sich das hier in Luft auf. Danach hieß es dann erstmal schnell eine Fünferkarte für den Bus kaufen und ne gute halbe Stunde anstehen, bis wir mit in den Bus gepasst haben. Der Silberne Pavillion schien heute sehr beliebt zu sein, obwohl es zwischendurch nach Regen ausgesehen hatte. 
Nach langer Fahrt, die wir stehend verbracht haben, sind wir dann am Ginkaku-ji angekommen. Nach dem Aussteigen waren wir schon wieder total fertig und haben uns ein nettes Restaurant mit plastischer Speisekarte und Beschreibung auf Englisch gesucht, um Mittag zu essen. Immerhin war es auch schon nach zwölf. Für Alca gabs Gemüsetempura und für mich Niku-don. War wieder sehr lecker. Als Nachtisch haben wir uns noch ein Eissorbet auf die Hand gegönnt und sind den Menschenmassen zum Ginkaku-ji gefolgt. War wirklich ganz schön voll, aber auf dem Tempelgelände ging es dann zum Glück. Schnell Eintritt bezahlt und dann sind wir in eine wunderschöne Welt eingetaucht...


Noch mehr Bilder vom Ginkaku-ji.

Nach der Besichtigung sind wir dann den Philosophenweg gefolgt. Das ist ein Weg, der beidseitig an einem Kirschbaumgesäumten kleinen Kanal entlangführt und heute von unzähligen Menschen erlaufen wurde. 


Wärend wir unter den blühenden Bäumen entlanggingen und uns manchmal wie im Winter fühlten, weil die Blütenblätter dicht wie Schnee fielen, haben wir den Honen-in gesucht. Nach kurzer Suche haben wir ihn zum Glück gefunden und durften ein weiteres Mal feststellen, dass kein Tempel dem anderen gleicht.


Weitere Bilder vom Philosophenweg und vom Honen-in gibts in den Fotoalben.

Danach gings dann weiter mit schon mächtig schmerzenden Füßen zum Eikan-do, der wieder vollkommen anders war, da alle Gebäude mit Holzstegen verbunden waren. Also Schuhe ausziehen und barfuß die Besichtigung starten. War aber auch wieder sehr interessant.


Noch mehr Bilder vom Eikan-do.

Als letztes haben wir uns dann den Nanzen-ji angesehen. Da es schon halb fünf war, waren leider der Garten und die meisten Subtempel schon geschlossen, aber wir haben uns dennoch einiges vom Tempelgelände ansehen können. Ganz besonders das gigantische Holztor hat mich mächtig beeindruckt. Auch dort konnte man leider nicht mehr rauf. Aber wer weiß, ob wir das noch geschafft hätten in unserem Zustand.



Hier gehts zum Fotoalbum des Nanzen-ji.

Eigentlich hatten wir geplant, danach noch nach Gion zu fahren und uns dort mal umzusehen und den Yasuka-Schrein bei Nacht anzusehen, aber das haben wir dann doch auf ein anderes Mal verschoben und sind lieber zur nächsten Bushaltestelle geschlichen und zurückgefahren. Auf dem letzten Fußweg für heute haben wir noch eingekauft. Dieses Mal nicht bei 7 Eleven oder Lawson, sondern bei Fresco. Eigentlich wie ein deutscher Supermarkt. Allerdings weit mehr frische Sachen,  keine Tiefkühlkost und das Obst ist richtig teuer, aber dafür sind die Äpfel gigantisch. Um sieben waren wir dann total erschöpft zu Hausen und werden heute sicher früh ins Bett gehen.
Elisabeth aka Mari

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