Montag, 5. April 2010

Kyoto ist groß...

So, nun kommt der richtige Eintrag für den heutigen Tag. Eigentlich hatten Alca und ich uns ja vorgenommen, heute nicht soviel zu laufen, aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Zumindest waren wir so vernünftig und haben den Bus zu unseren ersten Ziel des heutigen Tages genommen. Das hat sich im Nachhinein als sehr, sehr vernünftig erwiesen. Wenn wir wieder bis zur nächsten JR-Station getrabt wären, hätten wir heute sicher noch viel lauter AUA AUA AUA geschrieen.
Also sind wir ganz gemütlich in den Bus gestiegen und die paar Stationen zum Kiyomizu-dera gefahren. Anscheinend hatten noch zig andere diese Idee, den der Bus wurde immer voller und wir mussten uns an unserer Station durch die Massen rauskämpfen. Auch den Tempel wollten sich heute viele Leute ansehen. Zum Glück war es noch so dermaßen überfüllt, dass man nicht mehr fußen konnte. Noch frisch haben wir uns nach dem Aussteigen auf den kurzen Fußweg - allerdings ziemlich berghoch - zum Kiyomizu-dera gemacht.  Oben schnell Eintritt bezahlt und das Schreingelände erkundet. 
Hier sind mal ein paar erste Impressionen. Der Rest ist im Fotoalbum.


Danach ging es dann getrieben von einem dichten Strom Touristen zum nächsten Ziel, dem Kodai-ji. Auf der Stecke hat uns noch ein



angelacht. Natürlich mussten wir diesen befreien. Wie sollte es auch anders sein? Unterwegs haben wir noch einen Blick auf die Yasaka Pagode geworfen und den Ryozen Kwana-on besucht. Dann waren wir endlich am Kodai-ji.


Wie ihr sehen könnt, ist auch dieser Tempel wunderschön und vor allem sehr groß. Mehr Bilder findet ihr hier. Hinterher haben unsere Füße zum ersten Mal heute gejammert, aber wir haben tapfer durchgehalten und sind zum Maruyama-koen und wollten Kirschblüten schauen und blaue Planen bewundern. Die Idee hatten anscheinend auch wieder mehr als genug Leute und es war mächtig voll, aber wir haben doch noch ein Plätzchen gefunden, um unsere leckeren Hähnchenspieße zu futtern und Leute zu beobachten.


Hier sind noch ein paar weitere Bilder vom Maruyama-koen.
Nach der bitternötigen Verschnaufpause haben wir die letzte Etappe angetreten und sind zum Yasaka-jinja und dem Chion-in.


Den Yasaka-jinja werden wir bei Gelegenheit noch einmal am Abend besuchen, wenn die ganzen Lampions beleuchtet sind. Das sieht sicher toll aus. Wir haben ohnehin vor, Gion zur Abendstunde einen Besuch abzustatten. Vielleicht sehen wir ja ein paar Geishas und Maikos. Hier sind noch die restlichen Bilder.
Erschöpft, aber guten Willens gings dann zum Chion-in. Das Tor des Tempels ist echt mächtig. Die Treppen, die dahinter hinaufführen, allerdings auch. Und das dann noch mit schmerzenden Füßen. Aber wir habens geschafft und wurden wieder nicht enttäuscht.


Wie auch schon bei den anderen Sehenswürdigkeiten gibts im Fotoalbum noch mehr Bilder zu sehen.
Als wir mit der Besichtigung fertig waren, taten uns die Füße wieder mächtig weh, fast so schlimm wie gestern. Zum Glück mussten wir nur bis zur nächsten Busstation und sind dann eine große Runde mit dem City Bus gefahren. Knapp 40 Stationen! Wenigsten mussten wir dann nicht mehr weit laufen und konnten auf dem Heimweg von der Bushaltestelle aus noch einkaufen.
Zu Hause haben wir uns dann an das große Abenteuer Waschen gemacht. Ging ziemlich gut. Klamotten rein, Waschmittel rein, Geld rein, Knopf drücken. Ne halbe Stunde später kontnen wir die Wäsche dann frischgewaschen holen und auf die Leine hängen. Parallel dazu haben wir uns an der Mikrowelle versucht, um unser Abendessen aufzuwärmen. Leider waren wir nicht so erfolgreich wie mit dem Wäschewaschen, aber wir sind trotzdem nicht verhungert. Und danach hieß es dann Postkarten schreiben, Bilder aussortieren und hochladen und Blog schreiben. 

Das war also unser heutiger Tag. Ich werd jetzt noch unter die Dusche hüpfen und dann im Bett verschwinden. Morgen wollen wir den Rest von Higashiyama ansehen und philosophieren.
Elisabeth aka Mari

PS: Ergebnis von diesem Tag: Wieder schmerzende Füße und ein leichter Sonnenbrand. Morgen werden wir als erstes einen Drugstop stürmen und uns Sonnencreme besorgen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen