Donnerstag, 15. April 2010

Der letzte Tag, Teil 1


Heute ist es nun soweit, unser letzter Tag in Kyoto steht an. Irgendwie stimmt das schon traurig. Aber um den Abschied etwas zu erleichtern, waren wir heute noch einmal auf Achse und haben uns das letzte Highlight auf unserer Liste angesehen. Das Nijo-jo bzw. das Schloss/die Burg von Kyoto. Leider war uns das Wetter wieder mal nicht wirklich hold und es war bedeckt und hat teilweise auch genieselt. Also alles andere als angenehm. Kalt war es zu dem auch. Zum Glück hatte ich meinen warmen Pullover und meine Winterjacke an. Takuya hat vorhin am Telefon auch schon gemeint, dass das Wetter im Moment absolut untypisch für Japan für diese Jahreszeit ist. Na toll. Hoffentlich bringt er wenigstens nach Tokyo etwas Sonne mit.

Wie schon gesagt, waren wir heute etwas nördlich von unserer Wohnung unterwegs. Bequemerweise sind wir die kurze Strecke mit dem Bus gefahren. Dank JR war das ja auch kostenlos für uns. An der Halteselle am JR-Bahnhof Nijo sind wir dann also ausgestiegen und mussten nur ein paar Schritte bis zum Anfang der Festungsanlage gehen. Von dort war es aber noch ein ganzes Stück bis zum Eingang. Das Hinweisschild meinte 650 m. Also wir artig auf dem Fußweg langgetrabt und uns von außen die gewaltige Mauser und den Burggraben angesehen. So konnten wir schon mal einen recht guten Eindruck von der Größe der Anlage bekommen.

 
Am Eingang hieß es dann erstmal wieder 600 Yen Eintritt zahlen. Nicht viel, wenn man bedenkt, was man alles dafür geboten bekommt. So haben wir uns dann auch sehr viel Zeit beim Besichtigen gelassen und uns auch von den paar Regentropfen nicht stören lassen. Schon das Tor zum Palast war eine Augenweite: Über und über mit wunderschönen Schnitzereien versehen. 


Dann haben wir uns den Palast von innen angesehen. Ein ziemlich großes Holzgebäude mit sehr vielen Räumen, die mit fantastischen Malereinen an den Wänden und Decken verziert waren. Leider durfte man drinnen nicht fotografieren. Alca und ich haben uns aber jeder ein Buch über das Nijo-jo gekauft. Wer Interesse an den Bildern hat, kann es sich gern ansehen. 

 
Nachdem wir mit der Innenbesichtigung fertig waren und endlich unsere Schuhe wieder anziehen durften - ich hatte inzwischen Eisfüße - sind wir in den Palastgarten gegangen, der von einem großen Teich mit Natursteinbrücken und kleinem Wasserfall dominiert wurde. Ich will auch so einen Garten!


Als nächstes ging es dann in den inneren Teil der Anlage, der noch einmal mit einem Graben und einer Mauer umgeben ist. Leider ist der dort befindliche Palast nur zu ganz bestimmten Tagen im Herbst zu besichtigen. Dabei hätte ich mir auch dort gern die Bilder angesehen.


Nachdem wir dann noch etwas durch die Burganlage geschlendert sind, haben wir uns im Nieselregen auf den Rückweg gemacht, um uns am Bahnhof etwas zu futtern zu suchen. Im Restaurant hieß es dann wieder am Automaten bestellen und auf das Essen warten. Dieses Mal gab es Steak auf Japanisch. War recht lecker und vor allem sehr viel für recht wenig Geld. Das ganze Menü hat 890 Yen gekostet.
Gut gesättigt ging es gegen ein Uhr zurück zu unserem Apartment und nach einem Mittagsschläfchen zur Verdauung haben wir uns an den weniger schönen Teil des heutigen Tages gemacht: Putzen und Packen. Das Putzen war dabei schnell erledigt. Während Alca das Bad geputzt hat, hab ich das Gleiche in der Küche getan. Dann hieß es noch schnell staubsaugen und die Arbeit war erledigt. Morgen werden wir vor der Übergabe noch mal schnell mit dem Staubsauger durch die Wohnung huschen und die letzten Krümel von den Tatami zu beseitigen.
Anschließend gings ans Kofferpacken. Bei mir hat es zwar etwas länger als bei Alca gedauert, aber sie hatte ja auch schon gestern angefangen. Dafür musste ich auch nicht lange puzzlen, um alles unterzubekommen.
Wie Alca schon in ihrem Beitrag angekündigt hat, sind wir dann los, um unserem Viertel Auf Wiedersehen zu sagen und noch ein paar Bilder zu machen. Mehr gibts davon im nächsten Post.
Elisabeth aka Mari

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